FEEDBACK
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FEEDBACK

Ob im Team, im Projekt oder im Führungskontext – Feedback ist eines der wirkungsvollsten Instrumente für Entwicklung und Zusammenarbeit. Es macht sichtbar, was gut läuft, und zeigt auf, wo noch Potenzial besteht. Doch nur wenn Feedback konstruktiv und respektvoll gegeben wird, kann es seine Wirkung entfalten. Gute Rückmeldungen stärken Vertrauen, fördern die Lernbereitschaft und schaffen Klarheit im Miteinander.

Was macht
gutes Feedback aus?


Gutes Feedback ist konkret, lösungsorientiert und immer auf Weiterentwicklung ausgerichtet. Es stützt sich auf drei Grundprinzipien:

  • Konstruktivität: Ziel ist die Verbesserung – nicht die Bewertung der Person.
  • Sachlichkeit: Emotionale Angriffe führen zu Widerstand, objektive Beschreibungen fördern Reflexion.
  • Beobachtung statt Bewertung: Was wurde konkret wahrgenommen? Pauschalurteile helfen nicht weiter.

Beispiel: Statt „Das war nicht gut“ lieber sagen: „Du hast viele Informationen gegeben, aber dein Vortrag war schwer zu folgen. Vielleicht hilft es, die Kernpunkte klarer zu strukturieren.“

Hilfreiche
Feedback-Techniken


Verschiedene Modelle helfen, Feedback sinnvoll zu strukturieren. Besonders verbreitet ist die WWW-Regel:

  • Wahrnehmung: Was habe ich beobachtet?
  • Wirkung: Wie habe ich es erlebt oder verstanden?
  • Wunsch: Was wünsche ich mir zukünftig?

Ein weiteres Modell ist die sogenannte Sandwich-Technik: Kritik wird von positiven Aussagen eingerahmt. Sie kann funktionieren – sollte aber ehrlich gemeint und nicht als taktisches Mittel verwendet werden.

Warum
Feedback oft nicht ankommt


Viele Menschen empfinden Kritik als Angriff. Ursache ist oft die Art, wie sie formuliert oder präsentiert wird. Allgemeine Aussagen („Gut gemacht!“) oder harte Urteile („Das war schlecht!“) helfen wenig. Genauso hinderlich: fehlender Austausch. Feedback sollte kein Monolog sein – sondern ein Gespräch, das Perspektiven eröffnet und Verständnis fördert.

Entscheidend ist zudem die innere Haltung: Wer Feedback gibt, sollte nicht belehren wollen, sondern unterstützen. Und wer Feedback erhält, sollte nicht in die Abwehr gehen, sondern offen zuhören.

Praxisbeispiel:
Konstruktives Feedback im Team


Nach einer Präsentation gibt der Teamleiter seinem Mitarbeiter Rückmeldung: „Deine Gliederung war sehr klar – das hat beim Zuhören geholfen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass du zu viele Details genannt hast. Einige Teilnehmende wirkten unkonzentriert. Vielleicht kannst du beim nächsten Mal mehr auf die Kernaussagen fokussieren.“

Das Feedback ist konkret, anerkennend und enthält einen Verbesserungsvorschlag – ganz ohne persönliche Wertung.

Warum
Feedback eine Kernkompetenz ist


Wer Feedback ehrlich und respektvoll gibt, ermöglicht Wachstum. Ob im beruflichen oder privaten Kontext – Rückmeldungen schaffen Entwicklungsspielräume, stärken Beziehungen und fördern die Zusammenarbeit. Gleichzeitig lohnt es sich, auch das Annehmen von Feedback zu lernen: Wer Rückmeldung nicht als Kritik, sondern als Lernchance sieht, entwickelt sich schneller weiter.

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