Werbung soll möglichst genau die Menschen erreichen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung auch wirklich brauchen. In der Praxis ist das aber gar nicht so einfach. Oft wird Werbung auch von Menschen gesehen, die gar nicht zur Zielgruppe gehören – das nennt man Streuverlust. Er beschreibt den Anteil einer Werbemaßnahme, der „verpufft“, weil er nicht bei den richtigen Personen ankommt.
Was ist ein
Streuverlust?
Ein Streuverlust entsteht immer dann, wenn eine Werbebotschaft Empfänger erreicht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Interesse am beworbenen Angebot haben. Zum Beispiel: Ein Werbeplakat für Kinderwagen auf einer Autobahn – dort fahren viele Menschen vorbei, aber nur ein Bruchteil davon erwartet ein Kind.
Streuverluste bedeuten verschwendetes Werbebudget, weil Geld für Kontakte ausgegeben wird, die keinen oder kaum Effekt haben. Sie treten in allen Medienformen auf – von klassischer Printwerbung bis hin zu digitalen Kampagnen.
Wodurch
entstehen Streuverluste?
Die Hauptursachen für Streuverluste sind:
- Unklare oder zu breite Zielgruppen
- Unpassende Medienwahl
- Falsche Werbeumgebung oder ungünstiger Zeitpunkt
- Technische Einschränkungen, z. B. bei Reichweitenmessung oder Targeting
Besonders bei Massenmedien wie TV oder Radio ist es schwer, nur exakt die Zielgruppe zu erreichen. Hier muss zwischen Reichweite und Relevanz abgewogen werden.
Wie lassen sich
Streuverluste vermeiden?
Streuverluste lassen sich nicht komplett vermeiden, aber deutlich reduzieren – vor allem durch gezieltes Targeting. Dazu gehören:
- Präzise Zielgruppendefinition – Wer soll genau erreicht werden?
- Geeignete Medienkanäle – Passen die Kanäle zur Zielgruppe?
- Geografisches oder demografisches Targeting
- Kontextbezogene Werbung – z. B. Anzeigen neben relevanten Inhalten
Im Online-Marketing ermöglichen Cookies, Tracking und Algorithmen eine deutlich genauere Ansprache als in klassischen Medien. Auch hier braucht es jedoch ständige Optimierung.
Praxisbeispiel:
Reduzierter Streuverlust
durch Social Ads
Ein Start-up verkauft nachhaltige Outdoor-Kleidung für Frauen zwischen 25 und 35 Jahren. Statt allgemeine Anzeigen zu schalten, nutzt es gezielte Facebook-Ads, die nur dieser Zielgruppe in relevanten Regionen angezeigt werden. Das Ergebnis: weniger Streuverlust, höhere Klickrate – und geringere Kosten pro Neukunde.
Warum Streuverluste
ein echter Kostenfaktor sind
Jeder Euro, der ins Leere geht, fehlt für wirksame Werbung. Streuverluste sind ein stiller Effizienz-Killer in vielen Kampagnen. Wer seine Zielgruppen genau kennt, passende Kanäle nutzt und Maßnahmen laufend optimiert, kann Streuverluste reduzieren – und mit dem gleichen Budget deutlich mehr erreichen.