GUERILLA MARKETING
GUERILLA MARKETING
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GUERILLA MARKETING

Guerilla Marketing ist eine unkonventionelle Marketingstrategie, die mit kreativen, oft überraschenden Aktionen Aufmerksamkeit erzeugt. Im Gegensatz zu klassischen Werbekampagnen setzt Guerilla Marketing nicht auf hohe Budgets, sondern auf originelle Ideen, starke Emotionen und einen hohen Überraschungseffekt. Das Ziel: möglichst viel Aufmerksamkeit mit minimalem Mitteleinsatz zu erreichen – und dabei die Botschaft so eindrucksvoll zu inszenieren, dass sie im Kopf bleibt oder sich viral verbreitet.

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem militärischen Sprachgebrauch, wo „Guerilla“ für eine unorthodoxe, flexible Kriegsführung steht. Übertragen auf das Marketing bedeutet das: Statt mit Massenwerbung in großem Stil zu arbeiten, setzt man auf punktuelle, oft lokale Maßnahmen, die kreativ, witzig oder provokant inszeniert werden.

Was macht
Guerilla Marketing aus?


Guerilla Marketing lebt vom Überraschungseffekt – es will Menschen dort erreichen, wo sie nicht damit rechnen. Die Maßnahmen wirken oft besonders, weil sie aus dem gewohnten Rahmen fallen, Emotionen auslösen oder zum Mitmachen anregen.

Typische Merkmale dieser Strategie:

  • Ungewöhnliche Platzierung – Werbung taucht an Orten auf, an denen man sie nicht erwartet (z. B. auf Parkbänken, in Treppenhäusern oder an Straßenecken).
  • Provokation oder Humor – Viele Aktionen setzen auf Witz, Ironie oder bewusstes Übertreiben, um Gesprächsstoff zu bieten.
  • Interaktion – Passanten werden oft Teil der Aktion oder erleben sie unmittelbar.
  • Virales Potenzial – Gute Guerilla-Maßnahmen verbreiten sich über soziale Medien oder Presseberichte weiter – oft kostenlos.

Welche Arten von
Guerilla Marketing gibt es?


Guerilla Marketing ist vielseitig. Die häufigsten Formen sind:

  1. Ambient Marketing – Werbung wird in die Umgebung integriert, z. B. durch bemalte Rolltreppen oder kreative Plakate an ungewöhnlichen Orten.
  2. Ambush Marketing – Eine Marke nutzt die Aufmerksamkeit eines fremden Events, ohne offizieller Sponsor zu sein.
  3. Street Marketing – Aktionen direkt im öffentlichen Raum, oft mit Performance, Street Art oder Flashmobs.
  4. Viral Marketing – Inhalte, die so ungewöhnlich oder unterhaltsam sind, dass sie sich von selbst verbreiten – vor allem online.

Warum
Guerilla Marketing
funktioniert


In Zeiten ständiger Reizüberflutung wird klassische Werbung oft ignoriert. Guerilla Marketing durchbricht dieses Muster, weil es auffällt, emotional berührt oder einfach Spaß macht. Es bleibt im Gedächtnis, weil es anders ist – und weil es Menschen aktiv einbindet.

Unternehmen profitieren besonders, wenn:

  • sie mit begrenztem Budget große Wirkung erzielen möchten,
  • ihre Marke als kreativ, mutig oder jung wahrgenommen werden soll,
  • sie mediale Aufmerksamkeit oder Social-Media-Reichweite gewinnen wollen.

Praxisbeispiel:
Guerilla Marketing in der Stadt


Eine Umweltorganisation platziert nachts auf belebten Gehwegen Schattenrisse von Menschen mit der Aufschrift „Wir verschwinden, wenn du nichts tust“ – eine eindrucksvolle Visualisierung von Artensterben und Klimawandel. Die Aktion wird fotografiert, geht viral in den sozialen Netzwerken und sorgt für Diskussionen in der Presse – ganz ohne klassischen Werbeetat.

Worauf
man achten sollte


So wirkungsvoll Guerilla Marketing sein kann – es birgt auch Risiken. Aktionen, die als geschmacklos oder illegal empfunden werden, können das Markenimage schädigen. Auch Genehmigungen für Aktionen im öffentlichen Raum sind wichtig. Entscheidend ist, dass die Maßnahme zur Marke passt und ihre Botschaft klar erkennbar bleibt.

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