ROLLENMODEL BELBIN
ROLLENMODEL BELBIN
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ROLLENMODEL BELBIN

Warum Teams mehr
brauchen als nur Fachwissen


Ein gutes Team besteht nicht nur aus fähigen Einzelpersonen, sondern aus Menschen, die sich mit ihren Stärken und Schwächen sinnvoll ergänzen. Doch welche Rollen sind für eine funktionierende Zusammenarbeit entscheidend? Der britische Wissenschaftler Meredith Belbin entwickelte in den 1980er-Jahren ein Modell, das neun essenzielle Rollen beschreibt, die für erfolgreiche Gruppenarbeit notwendig sind. Das sogenannte Belbin-Rollenmodell hilft dabei, Teams ausgewogen zu besetzen – mit einem Mix aus Kreativität, Struktur und Umsetzungskompetenz.

Die neun
Teamrollen nach Belbin


Belbin unterteilt die Rollen in drei Hauptkategorien: handlungsorientiert, kommunikationsorientiert und wissensbasiert. Handlungsorientierte Rollen:

  • Macher (Shaper): Zielstrebig und durchsetzungsstark. Treibt das Team voran, provoziert aber auch bewusst Diskussionen.
  • Umsetzer (Implementer): Strukturiert und praxisorientiert. Bringt Pläne in die Tat um, braucht jedoch klare Vorgaben.
  • Perfektionist (Completer Finisher): Detailverliebt, sorgfältig und qualitätsbewusst. Achtet auf Fehlerfreiheit und Genauigkeit.

Kommunikationsorientierte Rollen:

  • Koordinator (Coordinator): Diplomatisch, strukturiert, delegiert Aufgaben gezielt und achtet auf Fairness.
  • Teamarbeiter (Teamworker): Unterstützt das Miteinander, hilft bei Spannungen und fördert den Teamzusammenhalt.
  • Wegbereiter (Resource Investigator): Offen, neugierig und kontaktfreudig. Bringt Impulse von außen und knüpft wichtige Netzwerke.

Wissensbasierte Rollen:

  • Erfinder (Plant): Kreativ und visionär. Entwickelt unkonventionelle Ideen, kann sich aber in Details verlieren.
  • Beobachter (Monitor Evaluator): Analytisch und nüchtern. Prüft Ideen auf Machbarkeit und bewahrt einen klaren Blick.
  • Spezialist (Specialist): Bringt tiefes Expertenwissen ein, fokussiert sich aber stark auf sein Fachgebiet.

Warum ein
ausgewogenes Team
entscheidend ist


Ein Team voller kreativer Köpfe produziert viele Ideen – aber ohne Umsetzer bleiben sie Konzepte. Besteht ein Team nur aus Perfektionisten, fehlt oft die Innovationskraft. Entscheidend ist die Balance. Belbin betonte: Menschen übernehmen je nach Situation auch mehrere Rollen. Umso wichtiger ist es, Rollen gezielt zu analysieren und Teams entsprechend zusammenzustellen – damit Stärken genutzt und Schwächen ausgeglichen werden.

Typische Fehler bei der
Teamzusammenstellung


Einer der häufigsten Fehler: Teams werden ausschließlich nach Fachwissen besetzt. Die Folge sind Kommunikationsprobleme, fehlende Dynamik oder unklare Verantwortlichkeiten. Auch zu viele gleichartige Persönlichkeiten im Team können zu Konkurrenzdenken oder blinden Flecken führen – die notwendige Vielfalt fehlt.

Praxisbeispiel:
Belbin im Einsatz


Ein Unternehmen stellt ein Team für ein Innovationsprojekt zusammen – mit Fokus auf kreative Entwickler. Schnell zeigt sich: Struktur und Umsetzungsdisziplin fehlen. Nach Anwendung des Belbin-Modells wird das Team ergänzt – unter anderem um einen Umsetzer, einen Perfektionisten und einen Koordinator. Die Folge: Ideen werden nicht nur gedacht, sondern auch umgesetzt – deutlich schneller und erfolgreicher.

Warum das
Rollenverständnis
entscheidend ist


Das Belbin-Modell zeigt: Erfolgreiche Teams bestehen nicht nur aus Fachleuten, sondern aus Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Stärken. Wer ein Team bewusst nach Rollen zusammenstellt, fördert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch die Innovationskraft und Effizienz – ein klarer Wettbewerbsvorteil.

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