Der Begriff „Workation“ setzt sich aus den Wörtern „Work“ (Arbeit) und „Vacation“ (Urlaub) zusammen – und genau darum geht es: Arbeiten an einem Ort, der normalerweise mit Erholung assoziiert wird. Ob Strand, Berge oder eine inspirierende Metropole – eine Workation ermöglicht es, den Job aus der Ferne zu erledigen und gleichzeitig vom Ortswechsel zu profitieren.
Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, bietet in der Praxis viele Vorteile. Die veränderte Umgebung kann neue Perspektiven eröffnen, die Kreativität fördern und neue Energie freisetzen. Wichtig ist jedoch, dass die Arbeit weiterhin zuverlässig und professionell erledigt wird – Erholung und Produktivität gehen Hand in Hand.
Warum Workation
immer beliebter wird
Mit der zunehmenden Verbreitung von Remote Work hat sich auch das Konzept der Workation etabliert. Viele Tätigkeiten lassen sich heute ortsunabhängig ausführen – vorausgesetzt, die technische Infrastruktur stimmt. Unternehmen erkennen zunehmend, dass flexibles Arbeiten nicht zu Produktivitätsverlusten führt, sondern das Engagement sogar steigern kann.
Für Arbeitnehmende bietet eine Workation die Chance, gewohnte Routinen zu durchbrechen und neue Impulse zu gewinnen. Statt zwischen Homeoffice und Büro zu pendeln, wird die Welt zum Arbeitsplatz – mit mehr Abwechslung, Selbstbestimmung und Lebensqualität.
Voraussetzungen für
eine gelungene Workation
Damit eine Workation funktioniert, braucht es klare Rahmenbedingungen. Die wichtigste Voraussetzung: ein stabiler Internetzugang. Außerdem sollten Arbeitszeiten, Erreichbarkeit und Aufgabenverteilung im Vorfeld mit dem Team oder der Führungskraft abgestimmt werden.
Auch Selbstorganisation ist entscheidend. Wer in einer neuen Umgebung arbeitet, muss Ablenkungen bewusst managen und für eine gute Balance zwischen Fokus und Freizeit sorgen. Klare Zeitfenster, gute Arbeitsmaterialien und ein strukturierter Tagesablauf helfen dabei.
Herausforderungen
und Grenzen
So attraktiv das Konzept auch ist – eine Workation ist kein Urlaub. Wer denkt, er könne tagsüber am Pool entspannen und abends mal eben E-Mails beantworten, wird schnell enttäuscht. Auch Zeitzonen, kulturelle Unterschiede oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten können zur Belastung werden.
Unternehmen müssen außerdem sicherstellen, dass arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten, Datenschutz oder Versicherungsschutz eingehalten werden – besonders bei Auslandsaufenthalten. Eine klare Policy hilft, Unsicherheiten zu vermeiden und Workations sinnvoll zu integrieren.
Praxisbeispiel:
Workation im Kreativteam
Ein Marketing-Team beschließt, gemeinsam eine Woche in einem Ferienhaus am Meer zu arbeiten. Vormittags wird konzentriert an Kampagnen gearbeitet, nachmittags stehen Austauschformate, Sport oder Erholung auf dem Programm. Die räumliche und mentale Distanz zum Alltag sorgt für frische Ideen, stärkere Teambindung und eine gesteigerte Motivation. Nach der Rückkehr berichten alle von höherer Zufriedenheit und einem Kreativitätsschub.
Warum
Workation mehr
ist als ein Trend
Workation steht für eine neue Form des Arbeitens – flexibel, mobil und selbstbestimmt. Sie verbindet berufliche Verantwortung mit persönlichen Freiräumen und eröffnet neue Wege zu mehr Produktivität und Lebensqualität. Richtig umgesetzt, wird sie zum echten Mehrwert – für Mitarbeitende wie für Unternehmen.