STAKEHOLDER MATRIX
STAKEHOLDER MATRIX
... S wie Projektkommunikation Stakeholder Management STAKEHOLDER MATRIX Stakeholder-Analyse

STAKEHOLDER MATRIX

In Projekten, Unternehmen oder Veränderungsprozessen gibt es viele Menschen, die mitreden, mitentscheiden oder von den Ergebnissen betroffen sind. Wer diese Stakeholder nicht kennt oder falsch einschätzt, riskiert Widerstand, Verzögerungen oder sogar das Scheitern eines Vorhabens. Die Stakeholder-Matrix ist ein bewährtes Werkzeug, um die relevanten Akteure zu identifizieren, zu bewerten und gezielt in Entscheidungen einzubinden.

Was ist die
Stakeholder-Matrix?


Die Stakeholder-Matrix ist ein Analyseinstrument, das Stakeholder anhand von zwei Kriterien einordnet: Einfluss und Interesse. Daraus ergibt sich eine übersichtliche Einteilung in vier Gruppen. Ziel ist es, zu erkennen, wer besonders wichtig für den Projekterfolg ist – und wie diese Personen oder Gruppen am besten einbezogen werden sollten.

Die vier
Felder der Matrix


Die Matrix basiert auf einem einfachen 2x2-Raster:

  1. Hoher Einfluss, hohes Interesse: Diese Stakeholder sind besonders kritisch. Sie müssen aktiv eingebunden und regelmäßig informiert werden.
  2. Hoher Einfluss, geringes Interesse: Diese Gruppe sollte gezielt und effizient auf dem Laufenden gehalten werden – vor allem bei wichtigen Entscheidungen.
  3. Geringer Einfluss, hohes Interesse: Diese Personen sind oft Unterstützer. Sie können als Multiplikatoren wirken und das Projekt positiv begleiten.
  4. Geringer Einfluss, geringes Interesse: Diese Gruppe muss nur punktuell informiert werden. Eine Überkommunikation ist hier nicht notwendig.

Die Zuordnung hilft dabei, Kommunikationsmaßnahmen zu priorisieren und das Stakeholder-Management ressourcenschonend zu gestalten.

Wie du die
Matrix erstellst


1. Stakeholder identifizieren – Wer ist vom Projekt betroffen oder hat Einfluss?

2. Einfluss bewerten – Wie stark kann die Person oder Gruppe Entscheidungen beeinflussen?

3. Interesse einschätzen – Wie groß ist das Interesse am Projektverlauf oder -ergebnis?

4. In die Matrix eintragen – Je nach Kombination aus Einfluss und Interesse erfolgt die Einteilung in eines der vier Felder.

5. Maßnahmen definieren – Auf Basis der Einordnung wird festgelegt, wie die jeweilige Gruppe angesprochen und eingebunden wird.

Praxisbeispiel:
Stakeholder-Matrix im IT-Projekt


Ein Unternehmen plant ein neues CRM-System. Die IT-Abteilung hat hohen Einfluss und hohes Interesse – sie wird aktiv in Workshops eingebunden. Der Vertrieb hat großes Interesse, aber wenig Einfluss – regelmäßige Infos und Feedbackrunden genügen. Die Finanzabteilung hat Einfluss auf das Budget, aber geringes Interesse – sie erhält gezielte Entscheidungsvorlagen. Die Empfangsmitarbeitenden sind kaum betroffen – hier reicht ein kurzer Hinweis vor dem Rollout.

Stärken und Grenzen
der Stakeholder-Matrix


Die Matrix bringt Struktur in ein oft komplexes Thema. Sie macht Zusammenhänge sichtbar und erleichtert den zielgerichteten Umgang mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen. Aber: Die Einschätzung von Einfluss und Interesse ist subjektiv – sie sollte regelmäßig überprüft und angepasst werden. Auch neue Stakeholder können im Projektverlauf hinzukommen.

Warum sich
Stakeholder-Analyse lohnt


Erfolgreiche Projekte entstehen nicht im luftleeren Raum. Wer weiß, wer mitredet, wer überzeugt werden muss und wer unterstützen kann, hat einen klaren Vorteil. Die Stakeholder-Matrix liefert eine fundierte Grundlage für Kommunikation, Entscheidungsfindung und Konfliktvermeidung – und schafft damit die Basis für nachhaltigen Projekterfolg.

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