Projektmanagement ist in nahezu jeder Branche ein entscheidender Erfolgsfaktor. Doch nicht jedes Unternehmen setzt auf die gleichen Methoden und Zertifizierungen. Die International Project Management Association (IPMA) ist eine der weltweit führenden Organisationen für Projektmanagement-Standards. Ihr Ansatz unterscheidet sich von anderen Zertifizierungen, da er nicht nur Methodenwissen, sondern auch persönliche und soziale Kompetenzen bewertet.
IPMA bietet ein mehrstufiges Zertifizierungssystem, das sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Projektmanager geeignet ist. Unternehmen, die ihre Projekte systematisch steuern möchten, profitieren von der strukturierten Herangehensweise der IPMA-Standards, die nicht nur Prozesse, sondern auch Führungskompetenzen und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen.
Was macht die
IPMA besonders?
Im Gegensatz zu rein methodischen Standards wie PMBOK oder PRINCE2 setzt IPMA auf ein ganzheitliches Kompetenzmodell. Die Zertifizierungen bewerten nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung und persönliche Fähigkeiten. Dadurch entsteht ein praxisnahes und flexibles Modell, das sich an verschiedene Branchen und Projekttypen anpassen lässt.
Das Kompetenzmodell basiert auf drei Bereichen:
• Persönliche und soziale Kompetenzen – Kommunikation, Führung, Teamarbeit und Entscheidungsfähigkeit
• Technische Kompetenzen – Projektmethoden, Planung, Steuerung und Risikomanagement
• Kontextbezogene Kompetenzen – Organisation, Strategie und Projektumfeld
Dieser ganzheitliche Ansatz stellt sicher, dass zertifizierte Projektmanager nicht nur über Fachwissen verfügen, sondern auch über die notwendigen Soft Skills, um Teams erfolgreich zu führen und Projekte effizient zu steuern.
Das IPMA
Zertifizierungssystem
IPMA bietet ein vierstufiges Zertifizierungssystem, das sich an der Erfahrung und Verantwortung des jeweiligen Projektmanagers orientiert.
• IPMA Level D (Certified Project Management Associate) – Einstiegszertifizierung für Projektmitarbeitende oder angehende Projektmanager.
• IPMA Level C (Certified Project Manager) – Für erfahrene Projektmanager, die bereits komplexe Projekte eigenverantwortlich leiten.
• IPMA Level B (Certified Senior Project Manager) – Nachweis für Führungskräfte, die große und strategisch relevante Projekte managen.
• IPMA Level A (Certified Project Director) – Höchste Zertifizierungsstufe für Personen, die unternehmensweite Projektportfolios steuern.
Im Gegensatz zu anderen Standards setzt IPMA bei höheren Levels nicht nur auf theoretische Prüfungen, sondern auch auf praktische Nachweise der Projektmanagement-Fähigkeiten.
Warum ist IPMA für Unternehmen
und Projektmanager relevant?
Die IPMA-Zertifizierung genießt international hohe Anerkennung und ist in vielen Branchen etabliert. Sie bietet eine objektive Messung der Projektmanagement-Fähigkeiten und hilft Unternehmen, qualifizierte Fachkräfte gezielt einzusetzen.
Für Projektmanager bietet die Zertifizierung zahlreiche Vorteile:
• Nachweis von fundierten Methoden- und Führungskompetenzen
• Höhere Karrierechancen und internationale Anerkennung
• Praxisnahe Weiterentwicklung über theoretisches Wissen hinaus
Unternehmen profitieren von einer strukturierten und professionellen Projektsteuerung. Durch zertifizierte Projektmanager lassen sich Projekte effizienter umsetzen, Risiken minimieren und Teams gezielt führen.
Herausforderungen
bei der IPMA-Zertifizierung
Trotz ihrer Vorteile ist die IPMA-Zertifizierung mit einem hohen Aufwand verbunden. Die Prüfungen sind anspruchsvoll und beinhalten neben Multiple-Choice-Tests auch Praxisberichte, Interviews und Beurteilungen durch Experten.
Ein weiteres Hindernis ist die zeitliche und finanzielle Investition. Die höheren Zertifizierungslevel setzen eine umfangreiche Projekterfahrung voraus, die dokumentiert und nachgewiesen werden muss. Unternehmen müssen daher überlegen, welche ihrer Mitarbeitenden sie gezielt für eine Zertifizierung unterstützen.
Praxisbeispiel:
IPMA in einem Industrieunternehmen
Ein großes Bauunternehmen möchte die Qualität und Effizienz seiner Projekte verbessern. Es entscheidet sich, seine Projektleiter nach IPMA-Standards zertifizieren zu lassen. Durch die strukturierte Herangehensweise und die praxisnahe Ausbildung steigen nicht nur die Planungssicherheit und die Erfolgsquote der Projekte, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit, da die Projektleiter gezielt gefördert werden.
IPMA und die Zukunft
Die Anforderungen an Projektmanager werden immer komplexer. Unternehmen erwarten nicht nur methodische Kenntnisse, sondern auch Führungskompetenzen und strategisches Denken. Die IPMA-Zertifizierung bietet eine umfassende, praxisnahe Ausbildung, die genau diese Fähigkeiten vermittelt.
Wer langfristig erfolgreich im Projektmanagement sein möchte, profitiert von einem IPMA-Zertifikat – sei es als Fachkraft, Führungskraft oder Unternehmen, das Projekte effizient steuern will.