DEFINITION OF DONE
DEFINITION OF DONE
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DEFINITION OF DONE

Die „Definition of Done“ (DoD) ist eine klare, gemeinsam festgelegte Vereinbarung darüber, wann eine Aufgabe, ein Arbeitspaket oder ein Produkt wirklich als abgeschlossen gilt. Sie spielt vor allem in agilen Arbeitsmethoden wie Scrum eine zentrale Rolle und sorgt dafür, dass es keine Missverständnisse über den Projektfortschritt gibt. Statt sich auf ein Bauchgefühl zu verlassen, liefert die DoD objektive Kriterien für den Abschluss einer Aufgabe.

 

Wofür braucht
man eine Definition of Done?


In vielen Projekten gibt es unterschiedliche Vorstellungen davon, was „fertig“ bedeutet. Für die einen reicht es, wenn etwas funktioniert – für andere ist erst alles fertig, wenn auch die Dokumentation vorliegt oder der Kunde zufrieden ist. Die Definition of Done schafft hier Klarheit:

  • Sie sorgt für ein einheitliches Verständnis im Team
  • Sie stellt sicher, dass Qualität und Anforderungen eingehalten werden
  • Sie erleichtert die Planung, Abnahme und Weiterentwicklung

Das Ziel ist: Keine halbfertigen Ergebnisse, keine bösen Überraschungen – sondern klare Standards.

Was gehört
typischerweise
in eine DoD?


Die konkrete Ausgestaltung hängt vom Projekt, Team und Unternehmen ab. Typische Elemente einer Definition of Done sind:

  • Alle fachlichen Anforderungen wurden erfüllt
  • Der Code wurde getestet und freigegeben
  • Fehlerfreie Funktion in der vorgesehenen Umgebung
  • Dokumentation wurde erstellt oder aktualisiert
  • Design-Vorgaben wurden eingehalten
  • Abnahme durch den Product Owner oder Kunden

Wichtig ist: Die Liste wird gemeinsam im Team entwickelt und regelmäßig überprüft. Sie ist kein starres Regelwerk, sondern ein lebendiges Arbeitsmittel.

Was passiert
ohne klare Definition?


Fehlt eine Definition of Done, kommt es oft zu Diskussionen oder Unklarheiten: Ist die Aufgabe wirklich fertig? Muss noch etwas getestet oder dokumentiert werden? Solche Unsicherheiten führen zu Verzögerungen, Qualitätsproblemen und Frust im Team. Besonders in agilen Projekten, wo schnelle Ergebnisse und häufige Iterationen gefragt sind, kann das die gesamte Arbeitsweise ins Wanken bringen.

Praxisbeispiel
aus der Softwareentwicklung


Ein Entwicklerteam arbeitet in zweiwöchigen Sprints. In einem Sprint wird ein neues Feature fertiggestellt – zumindest laut Entwickler. Beim Test zeigt sich jedoch, dass die Benutzeroberfläche nicht vollständig angepasst wurde und keine Dokumentation vorliegt. Das Team beschließt daraufhin, eine DoD einzuführen: Sie legen gemeinsam fest, dass jedes Feature erst dann als „done“ gilt, wenn alle Tests abgeschlossen sind, ein Review erfolgt ist und die Nutzeranleitung aktualisiert wurde. So gibt es künftig keine Missverständnisse mehr.

Warum die Definition of Done
mehr als ein Häkchen ist


Die Definition of Done schafft Verbindlichkeit und Transparenz. Sie fördert Qualität, stärkt das Vertrauen im Team und erleichtert die Zusammenarbeit mit Stakeholdern. Wer sie konsequent nutzt, sorgt dafür, dass Arbeitsergebnisse wirklich fertig sind – und nicht erst beim nächsten Review auffallen, was fehlt. Eine gute DoD ist einfach, verständlich und praxistauglich – und damit ein unverzichtbares Werkzeug in jedem modernen Projekt.

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